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Im Jahre 1979 fährt der
Holzschnitzer, Höhlenforscher, Bootsbauer und Künstler Toni Müller
mit seiner Freundin auf dem "Dschunkerl" die Donau hinunter. Angetrieben
wird das kleine Boot von einem neuen 4-PS starken Außen- border.
Dieser Antrieb hat es in sich: mit verläßlicher Regelmäßigkeit
stottert er, oder gibt gar gleich seinen Geist auf. Am liebsten vor Brückenpfeilern,
bei Manövern im engen Hafenbecken oder bei Strum gegen den Strom.
Man kann sogar so weit gehen und behaupten, daß er nur im zerlegten
Zustand keinen Ärger macht. Es ist verhext. Die Freundin kocht, und
er schraubt am Motor. Neun mal hat er ihn in nur einem Jahr komplett zerlegt.
Nicht einmal die Generalvertretung von Evinrude findet den Mangel. Erst
als diese Teufelsmaschine für wenig Geld verkauft ist, entdeckt der
Mopedmechaniker einer Hinterhofwerkstatt zielsicher den Fehler: der Schutzlack
unterm Zündkerzengewinde ist bei der Auslieferung an den Kunden nicht
beseitigt worden.
Aus Müllers wunderschönem
Buch weht der Geist von Sisyphus und Hiob: der Mensch, vom Weibe geboren,
kurz sind seine Tage - und erfüllt von Kummer. Doch dieser Autor hat
Humor und beschreibt die Reise nicht nur spannend, sondern auch liebevoll
die verbliebene Natur und die Menschen an diesem großen Fluss. Heute
baut der 56jährige Bayer, wenn er nicht Gallionsfiguren schnitzt,
an seinem großen Tourenboot. Über 12 Meter lang, 11 Tonnen schwer,
und natürlich dschunkengeriggt. Der 67-PS-starke Diesel- motor lief
schon immer problemlos.
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